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Salbei

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Der Echte Salbei trägt den botanischen Namen Salvia officinalis, das vom lateinischen Wort "salvare" für "heilen" abgeleitet ist. Salbei ist im gesamten Mittelmeerraum, vor allem an der Adria, beheimatet.

Beim Salbei handelt es sich um einen bis zu 50 cm hohen Halbstrauch mit dicken, graufilzigen Blättern. Die Blüten sind bis zu zwei Zentimeter lang, haben eine blauviolette Färbung und sitzen in Quirlen.

Salbei wird seit Jahrtausenden als Heilmittel verwendet. Schon im alten Ägypten war er bekannt und wurde gegen Unfruchtbarkeit eingesetzt.

In der christlichen Symbolik gilt Salbei als Marienpflanze, nach dem Volksglauben wurde er jedoch für Liebeszauber verwendet. Die Indianer Nordamerikas benutzten die dortige Salbeigattung zum Räuchern, um zeremonielle Orte zu reinigen und zu weihen. Und schon seit der Antike wird Salbei gegen vielerlei Beschwerden wie Druchfall, Atemwegsinfekte, Rachenentzündungen, übermäßiges Schwitzen und Leberschwellungen eingesetzt.

Medizinisch verwendet werden die Blätter des Salbei. Die Droge wird aus dem südosteuropäischen Raum importiert. In der Küche werden die Blätter zum Würzen von Fleischgerichten genutzt.

Wirkung und Inhaltsstoffe

Salbei ist reich an ätherischen Ölen wie Thujon, Cineol und Kampfer. Außerdem enthält er Gerbstoffe, Triterpene, Flavonoide und Steroide.

Das Gemisch aus ätherischen Ölen verhindert das Wachstum von Bakterien und Pilzen. Die enthaltenen Gerbstoffe wirken entzündungshemmend, die Flavonoide krampflösend und gallentreibend. Außerdem wirkt Salbei hemmend auf die Schweißabsonderung, indem er Wärmeregulationszentren im Mittelhirn beeinflusst. In der Volksmedizin wird Salbei auch eine senkende Wirkung auf den Blutzucker, eine hemmende Wirkung auf die Milchsekretion und eine erleichternde Wirkung während des Abstillens zugeschrieben. Diese Wirkungen sind jedoch wissenschaftlich nicht nachgewiesen.

Standort

Salbei ist im Mittelmeerraum beheimatet. Bei uns braucht er geschützte Ecken um gut zu gedeihen.
Ein sonniger Standort sollte bevorzugt werden.
Zu viel Wasser ist eher schädlich als nützlich